20. Mai 2009
von Thomas Will
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Tag 1 – Wolkenbruch in Biedenkopf

Geht es wirklich los? So recht glauben wollte ich es nicht, als um 4.55 Uhr der Wecker klingelte. Gut eine Stunde später waren wir schon auf der Strecke. Natürlich den Radweg über den Rampen in Bischofsheim, ein Blick zum Bahnhof – von dort aus sollte Giesela ein paar Stunden später aufbrechen – und schon hatten wir den Main hinter uns gelassen. Die ersten Steigungen im Taunus waren kein Problem. An der Baustelle in Niedernhausen meinten die Bauarbeiter „wir sollten einfach durchfahren“ (was wir auch taten) und pünktlich um 9 Uhr waren wir in der Bäckerei Schäfer in Würges. Die leckeren Brötchen „sind mit Liebe gemacht“ meinten die beiden netten Verkäuferinnen – und der heiße Kaffee weckte die Lebensgeister. Harald und Peter, die uns bis Würges begleitet hatten machten sich auf den Rückweg (auf Wiedersehen in Travemünde) und wir waren in gut einer Stunde an der Lahn. Dann aber kamen die Höhen des Westerwaldes. Unser Feld zog sich in die Länge. Besenfrau Bettina blieb in ihrem gelben Leibchen genauso konsequent „hinten“ wie Adam „vorne“, und so schafften wir pünktlich unseren Mittagsimbiss in der „Wällerhütte“ in Driedorf. Salat und Nudeln „satt“ – mit zwei leckeren Soßen – dazu die obligatorische Apfelschorle – Radlerherz was willst du mehr. Die Kilometer bis Dillenburg waren genau richtig zum erholen und verdauen. Dass Radler aber immer essen und trinken können bewiesen wir bei der Kaffeerast im Dorfgemeinschaftshaus in Oberdieten (da sollte kein Radler einfach vorbeifahren) und dann hatten wir es geschafft …….. meinten wir. Einen Kilometer vor Biedenkopf erwischte es uns: aber richtig. Ein Wolkenbruch aus heiterem Himmel. Zentimeter hohes Wasser auf der Straße, Windböen die uns fast umrissen. Wenn er Satz „nass bis auf die Haut“ irgendwann einmal zutrifft – heute um 18.50 tat er es. Aber wir sind da. Im Hotel „Berggarten“ freuen wir uns nach einer heißen Dusche auf unser Abendessen, während unsere Trikots sich in der Waschmaschine drehen.
Höhenmeter: 1.605

19. Mai 2009
von Thomas Will
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Noch 1 Tag – Kein Umweg am Start

Jetzt zählen wir die Stunden bis zur Abfahrt. Und gleich auf den ersten Kilometern drohte uns eine Umleitung. Die Eisenbahnbrücke vor Niedernhausen wird saniert. Was tun? Ein paar Höhenmeter und Kilometer mehr oder auf der Umleitungsstrecke mitten in den Berufsverkehr geraten? Eigentlich wollten wir weder das eine, noch das andere. Und wie so oft, gab es für unser Problem den „dritten Weg“. Über das Amt für Straßenverkehr und die Straßenmeisterei in Idstein wurden wir freundlich auf die radgerechte Alternative aufmerksam gemacht, die wir unbürokratisch von der Gemeinde Niedernhausen genehmigt bekamen:

Sehr geehrter Herr Will,
gemäß §§ 44, 45 und 46 StVO erteile ich Ihnen und ihrer Fahrradgruppe die Genehmigung, am 20.5.09, zwischen 08 und 09.00 Uhr, die L 3028 von der Einmündung A3 bis zur Einmündung Schwarzlandweg und den Schwarzlandweg von der Einmündung L 3028 bis zur L3027 (Wiesbadener Str) entgegen Zeichen 250 StVO zu befahren.
Die Benutzung des Schwarzlandweges wird unter Ausschluß jedlicher Haftung ausgesprochen, da es sich um einen wassergebundene Waldweg handelt.
Wir wünschen Ihnen und ihrer Fahrradgruppe ein gutes Gelingen und verbleiben
mit freundlichen Grüssen
Rüdiger Brühl
Amtsleiter



So können wir jetzt problemlos losfahren, haben keinen Kilometer mehr und kommen pünktlich zum Frühstück nach Würges.

18. Mai 2009
von Thomas Will
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Noch 2 Tage – Heute letzte Einrolltour

Wie wird das Wetter am Mittwoch sein? Klappt das mit dem Frühstück in Würges? Ist die Straße bei Medenbach wirklich gesperrt? Sind 160 Kilometer nicht doch zuviel? Nehme ich zwei oder vier Satteltaschen mit?
Mit der Spannung nehmen auch die Fragen zu. Obwohl viele der EuroRadler schon seit vielen Jahren dabei sind, kribbelt es doch vor dem Start gewaltig. Da tut es gut sich 36 Stunden vor der Abfahrt noch einmal abzusprechen und letzte Unsicherheiten auszuräumen.
Wer also am heutigen Montag dabei sein möchte, wenn die EuroRadler letztmals auf Trainingstour gehen, der sollte einfach pünktlich um 18 Uhr im Hessenring in Bischofsheim sein.