26. Tag, Samstag, 10. Juni 2017 – Travemünde – Bischofsheim

Eines war heute genauso wie an den Vortagen: Frühstück um 6.30 Uhr. Aber viele von uns hatten die Radlerkleidung schon eingepackt. „Zivil“ war angesagt. Wir stärkten uns ein letztes Mal gemeinsam und kamen mit unseren Rädern (nachdem auch Jupp aufgetaucht war) schnell von Bord. Jetzt noch 4 Kilometer auf dem Fahrrad und dann waren wir auf dem Campingplatz, wo unser Bus schon wartete.

Jetzt ging alles Hand in Hand. Binnen einer halben Stunde waren die Räder verpackt, wurde die letzte Bordverpflegung eingekauft und alle Satteltaschen verstaut. Frank bekam noch seinen Rucksack und dann trennten wir uns. Willi übernahm die Bahngruppe und machte sich auf zum Bahnhof – Rudi, Carmen, Alf, Klaus, Josef und ich wählten die Busvariante. Mit Vivaro und Hänger auf die A 7 – los ging es um 8.40 Uhr – und es lief gut. Hamburg, Hannover, Kassel – erste Pause bei Kilometer 390. Der Bus brauchte Futter, die Besatzung einen Ent- und Versorgungshalt und Alf wollte aussteigen um mit dem Fahrrad die letzten 30 Kilometer bis nach Witzenhausen zu fahren. Binnen 50 Minuten war alles erledigt und wir wieder im Bus. Josef übernahm den Fahrersitz und das Lenkrad und wir machten uns (jetzt in Hessen) auf die letzten 200 Kilometer bis nach Bischofsheim.
Eine Frage ist ja noch offen: wohin geht es 2019? Die Euroradler, die gestern Abend an Bord der Peter Pan waren wissen es schon: auf die Azoren – wie und wann, diese Informationen kommen in den nächsten Wochen. Jetzt wollen wir erst einmal nach Hause (noch genau 100 Kilometer – Stand 15.05 Uhr). Dann klappt das ja mit dem Hessentag um 17 Uhr doch noch ……… Und es hat geklappt. Auch unser Bus war um 16.15 Uhr im Hessenring in Bischofsheim, dort wo vor vier Wochen (fast) alles begonnen hatte – gut 2.650 Kilometer und 26. Tage vorher.





Der Radweg war zu Ende, auf die Europastraße durften wir nicht – also mussten wir improvisieren. Einfach durch die Stadt. Das hatte einen positiven Nebeneffekt: wir bekamen ein tolles Mittagessen – jeder von uns konnte selbst am Buffet wählen – und wenn er wollte gleich mehrmals. Dass uns kurz vor der Stadt noch ein Schauer erwischte ist maximal eine Randnotiz. Weiter gegen den Wind. Das Wetter wurde besser, die Sonne ließ sich sehen und bei Norje wurden wir zu Zaungästen bei „Schwedenrock“. Für mehr war keine Zeit, unterwegs ein schnelles Eis und einen Kaffee und weiter. Kurz vor dem Ziel dann ein Schreck: gesperrt – militärisches Gelände. Willi schaute sich die Hinweise an „erst am Montag wird wieder geschossen“ – also durch. Ein paar Minuten später waren wir da. Kleine Bungalows direkt am Strand. „Wer mit wem?“ war schnell geklärt – aber in den schön eingerichteten Hütten fehlten Bettwäsche und Handtücher. Aber auch das ließ sich schnell klären und so stand dem Abendessen mit Blick auf die Ostsee nichts mehr im Wege.
