17. Mai 2007
von Thomas Will
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Tag 2: 118 Kilometer im Regen

Wir starten um 8.40 Uhr in Pforzheim. Es regnet. Um es vorweg zu nehmen: den ganzen Tag. Trotzdem ist die Stimmung gut. Schnell geht es die Nagold entlang. Wir entscheiden uns dafür mehr auf der Bundesstraße, als auf dem Radweg zu fahren – wegen des Wetters. Das geht erstaunlich gut. Kein Berufsverkehr, keine Autotouristen. Gegen 12 Uhr sind wir in Nagold, nehmen eine ungeplante Steigung, finden dafür aber den „Löwen“ und lassen es uns bei den ersten Maultaschen gut gehen. Rasend die Abfahrt nach Horb und dann geht es dem Neckar entlang über Sulz nach Oberndorf. Unterwegs schauen uns ein paar Radtouris ungläubig an. Ob in unseren Fahrradtaschen Papier sei? Die Einladung mein Fahrrad einmal zu heben wird dankend angenommen. Die Ungläubigkeit verwandelt sich in Hochachtung. Da der heutige Tag bezüglich des Panoramas mehr Eindrücke vom Hinterrad des Vordermanns vermittelt, als von der Landschaft, gehört die Cafepause in Epfendorf zu den schönen Momenten. Zwar hatte die Cafemaschine gerade ihren Reinigungszyklus, dafür mundete erst einmal der Kuchen. Schnell kam das Gespräch auf unsere Tour. Wie man so etwas organisiert? Aber zum Gedankenaustausch reichte die Zeit nicht. (Einfach mal ein Blick auf die Homepage, wenn wir helfen können, dass es bald eine gute Reisekauffrau gibt, tun wir dies gerne). Der letzte Anstieg nach Rottweil. Eigentlich hätten wir noch 20 Kilometer fahren können. Aber gut, wir freuen uns auf den Abend im Parkhotel und die Nachtruhe (u.a. auf einer Luftmatratze – aber davon morgen mehr). Man will es gar nicht glauben – jetzt um 19.30 Uhr blinzeln ein paar Sonnenstrahlen.

16. Mai 2007
von Thomas Will
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Tag 1: Wo sind der „doc“ und der Rucksack?

1. Tag, Mittwoch, 16. Mai 2007
Bischofsheim – Pforzheim, 162 Kilometer

Es ist fast schon so wie immer. Lange vor 6°° Uhr treffen wir uns um Hessenring. Nico schraubt am Fahrrad von Gabriele, Rüdiger zieht seine Regenjacke über, Jörg muss noch mal schnell zum Auto, Walter bringt gegrilltes Tartar vom Vorabend mit (muss ja jemand essen), letzte Abschiedsbilder werden geschossen und dann geht es los. Natürlich regnet es. Bis Stockstadt begleitet uns das kühle Nass „von oben“. Dafür fehlt unser „doc“. Was tun? Weiter fahren? Zu Hause anrufen? Warten? – Da wir von ihm keine Handynummer haben, entscheiden wir uns für „weiter fahren“. Die Entscheidung sollte richtig sein: in Heidelberg sind wir wieder komplett. Dazwischen lag eine schöne Frühstücksrast im Cafe Grimminger in Lorsch (sehr zu empfehlen) und herzlichen Dank an Sponsor Gerhard B.. Nachdem wir uns von Nico und Gerhard E. verabschiedet haben (beide können diesmal nicht dabei sein, geht es weiter Richtung Bergstraße. Ab Viernheim nervt der Verkehr, in Heidelberg die Ampeln, aber dann sind wir doch sehr schnell in Sandhausen bei den „Hundefreunden“, wo wir es uns bei Nudeln und Haschee gut gehen lassen. Es geht richtig schnell voran. Bis Münzeheim. Bei Kilometer 127 hat Peter den ersten Platten. Eigentlich sind es nur noch 35 Kilometer bis zum Hotel, als uns gegen 14.45 Uhr das Missgeschick trifft. Aber es kommt schlimmer: in Bretten fahren wir dem Fahrradwegweiser nach – und laden in einem nicht ausgebauten Neubaugebiet. Jochen hat einen Platten. Ein wenig später müssen wir sein Hinterrad erneut ausbauen. Die Hügel des Kraichgau kosten Kraft und Zeit. Jochen B. vergisst seinen Rucksack beim Nachmittagskaffee seinen Rucksack. Pforzheim findet sich sein Hinweis auf den Ortsteil Sonnenberg – und so wird es 19.45 Uhr, bis wir bei unserem Hotel ankommen. Dafür entschädigt uns eine warme Dusche und ein Zwiebelrostbraten. Auch die Markklöschensuppe mundet. Die Nudeln sind ein wenig „neutral“, dagegen mundet das Schwarzwaldbecher. Die Zimmer sind einfach, aber zweckmäßig – nur der Aufschlag für die Trikot- und Hosenwäsche irritiert. Dafür wird man – trotz aller Freundlichkeit des Chefs – kein Radlerhotel.

16. Mai 2007
von Thomas Will
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…… und los geht’s

Sie sind gestartet. Die „Euroradler“ rollen durch das Ried in Richtung Pforzheim. Am frühen Morgen, lange vor 6°° Uhr trafen sich die Radler im Hessenring in Bischofsheim. Ein Blick auf die Satteltaschen, den Tacho „genullt“, ein Kuss zum Abschied und dann der „Startpfiff“, der an den kommenden Tagen immer signalisiert: es geht los.
Und dann waren sie auch schon verschwunden, Richtung Ginsheim, Trebur, Leeheim, Stockstadt, Biebesheim, Gernsheim – und raus aus dem Kreis Groß-Gerau.

(Den aktuellen Tagesbericht finden Sie hier gegen 20°° Uhr)