5. Juni 2015
von Thomas Will
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Doch keine einfache Ausrolltour

24. Tag,  Freitag, 05. Juni 2015  –  Azemmour – Casablanca

Es tat richtig gut. Ein wenig länger schlafen. In Ruhe frühstücken – und dann los. Ich verpasse die Abzweigung nach der Brücke – in Marokko sind die Karten einfach nicht mit denen in Europa vergleichbar. Sei`s drum. Wir bleiben auf der Nationalstraße und kommen (ganz) gut voran. Die Straße ist rheinhessische Wellpappe. Das einzige was stört ist der zunehmende Verkehr. Nach 35 Kilometer müssen wir links ab. Ich schwitze ein wenig mehr als sonst. Stimmt die Straße, sie wird schmal und schmäler. Aber es scheint zu funktionieren. Eine „Pinkelpause“ – wir sind am Atlantik. Gut, rechts ab – „Pizzapause“ – und weiter. Wir kommen an die Stadtgrenze. Zwei große Autos aus Wolfsburg halten vor uns – Bilder – Glückwünsche – und weiter geht es. Wir müssen durch den Stadttunnel, für Mopeds verboten – für Euroradler nicht – ein Polizist begleitet uns, kein Ärger, als wir gegen die Einbahnstraße fahren. Wir sind da. Im Hotel geht es wie immer schnell. Räder in die Tiefgarage, wir unter die Dusche. Ein kleiner (erster) Stadtrundgang.

5. Juni KarteWir kaufen eine Tajine (nicht zum Essen – nein: zum Kochen).  Abendessen im Hotel – wir können richtig aus der Karte auswählen. Fast alle machen einen Bogen um die klassische marokkanische traditionelle Küche. Das Essen kommt – bei individuellen Möglichkeiten – kommen natürlich Debatten – Was habe ich bestellt? Aber alle bekommen etwas ab. So, jetzt wird gegessen, und morgen geht es in die zweitgrößte Moschee der Welt.

94,8 Kilometer, 18,5 km Durchschnitt, 41,6 km im Maximum, 5.06 Stunden,  430 Höhenmeter, 135 Meter am höchsten Punkt,  1.232 Kalorien

 

 

4. Juni 2015
von Thomas Will
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Rekord mit Hindernissen

23. Tag,  Donnerstag, 04. Juni 2015  – Marrakesch – Azemmour

4. Juni RadWenn man einen Rekord vorbereitet, dann soll alles stimmen. Abends packen, morgens  schnell frühstücken und am besten eine Stunde früher los. Das war alles so geplant und bis zum Start stimmte auch alles. Dann: auf dem Navi war die Strecke nicht gespeichert. Natürlich wurde so die Ausfahrt aus Marrakesch so zum Problem. Gleich mal sechs Kilometer mehr als geplant. Dann war bei Kurt eine Schraube locker. Kurzer „Stopp“ und weiter. Stephan und Alf machten Tempo und es ging eigentlich gut voran. Trotzdem sind mehr als 220 Kilometer ein Problem – vor allem im Kopf. Und so hatten wir nach drei Stunden zwar fast 70 Kilometer, aber auch die unausgesprochene Frage im Raum: „Ist das nun gut oder schlecht?“ – Weiter Tempo machen oder einen Gang rausnehmen. Manchmal muss es halt auch mal laut werden. Uns tat das gut. Wir hatten beim Mittagessen schon 130 Kilometer geschafft. Es war zwar ½ 3 Uhr, aber das war doch eine Perspektive. Pizza schien uns die richtige Stärkung. Nur – leider dauerte und dauerte es. Wir kamen erst nach über einer Stunde wieder aufs Rad. So langsam kamen wir an die 200 Kilometer. Irgendwie geräuschlos klickten die Tachos über die magische Zahl und dann waren wir am Atlantik. Jetzt noch zehn Kilometer: eine Polizist lässt uns gegen die Einbahnstraße fahren. An der Stadtmauer wartet die Busbesatzung. Schnell sind wir unter der Dusche. Ein tolles Hotel. Morgen fahren wir eine Stunde später. Bis Casablanca sind es ja „nur“ gut 80 Kilometer – eine Ausrolltour.

221,6 Kilometer, 22,5 km Durchschnitt, 0,0 km im Maximum, 0,0 Stunden,  0 Höhenmeter, 0 Meter am höchsten Punkt, 2.764 Kalorien

 

3. Juni 2015
von Thomas Will
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Mopeds, Massage und Herberts Zimmer

22. Tag,  Mittwoch, 03. Juni 2015  – Marrakesch

3. JUni medinaIrgendein Handy macht der Nacht ein Ende. Wenn es in einem Riad einen Nachteil gibt, dann die Hellhörigkeit. Nun gut. Pünktlich um 8 Uhr sitzen wir alle beim Frühstück und um 9 geht unsere Tour durch die Altstadt los. Höchst informativ, nur die vielen Mopeds nerven. Viele von uns ziehen die Enge der Medina in Fes vor – Marrakesch ist weilläufiger – aber schöner? Touristen sprechen uns auf unsere Tour an – manche ungläubig. Unvermeidlich scheint es zu sein, dass jeder Guide uns in eine Verkaufsveranstaltung führt. Waren es in Fes eine Gerberei und eine Textilmanufaktur, ist es hier eine Naturapotheke. Für uns eine willkommene Rast nach drei Stunden Medina. Trotz der wohltuenden Massage: weniger wäre hier  wohl mehr gewesen. Als wir in unser Riad zurückkommen – die böse Überraschung.

3. JUni MassageHerberts Gepäck steht auf dem Flur, das Zimmer ist neu vermietet. Wir diskutieren, zeigen die schriftliche Buchung – es hilft nicht viel. Herbert nimmt es gelassen, quartiert sich in einem unserer Dreibettzimmer ein. Mit solchen Methoden kann man auch den positiven Eindruck (nachhaltig) schädigen.   Beim Abendessen macht Joachim zwischen Oliven und marokkanischem Brot aber schon wieder Scherze: „Wir haben den Herbert zum Nomaden gemacht“. Bei den hohen Temperaturen reicht ihm auf seinem Lager aber ein Laken. Es beginnt wieder zu regnen. Morgen geht es wieder aufs Rad, wenn es klappt eine Stunde früher.

0,0 Kilometer, 0,0 km Durchschnitt, 0,0 km im Maximum, 0,0 Stunden,  0 Höhenmeter, 0 Meter am höchsten Punkt, 0 Kalorien