10. Juni 2007
von Thomas Will
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Tag 26: Nichts wie nach Hause

Aktuelle Information (Stand: 10.00 Uhr):

Nach einer Weißwurstpause im Bahnhof München nehmen die Euroradler den ICE um 9.56 nach Frankfurt. Ankunft ist dort um 13.05 Uhr. Die S-Bahn nach Bischofsheim fährt um 13.17 Uhr ab, so dass die Bahn“rad“fahrer um 13.46 Uhr am Bahnhof in Bischofsheim sein werden.

Der Radbus wird nach jetzigem Stand gegen 16 Uhr in Bischofsheim sein.

Getrennt starten die Euroradler in den letzten Tourtag, der mit Rad fahren nichts mehr zu tun hat. Gerhard, Thomas, Carmen, Karl und Marga starten kurz vor 8 Uhr in Sagno, gleich hinter der italienischen Grenze – mit 18 Fahrrädern im Anhänger – per Bus zu den letzten 605 Kilometern. Dort waren wir kurz nach Mitternacht, nach einem Stau an der italienisch/schweizer Grenze, angekommen und nach einem kleinen Imbiss sofort eingeschlafen.
Die zwölf Bahn“rad“fahrer begannen den Tag auf dem Bahnhof in Bologna, wo sie kurz vor 1 Uhr in der Nacht ankamen. Mit dem Nachtzug ging es dann nach München weiter. Da der Zug „auf freier Strecke“ eine Pause einlegte, kamen die „glorreichen 12“ erst um kurz nach 9 Uhr in München an.
Wie geplant waren die Bahnfahrer kurz vor 14 Uhr am Bischofsheimer Bahnhof und wurden mit einem Glas Sekt empfangen. Der „Radbus“ musste sich durch zwei Staus bei Karlsruhe kämpfen und kam um 17 Uhr in der Mainspitze an.
Die kommende Stunde wurde dazu genutzt die Fahrräder auszupacken und wieder zu montieren. Mit einem Bildband über Süditalien bedankten sich die Euroradler bei einer Tasse Kaffee bei ihrem treuen Busfahrer Gerhard.
Jetzt gilt es die Räder wieder „fahrfertig“ zu machen, damit am Dienstag um 18 Uhr die Ausrolltouren beginnen können.

9. Juni 2007
von Thomas Will
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Tag 25: Bischofsheim, wir kommen später

Aktuelle Information (Stand: 22.10 Uhr)

Die Fähre aus Palermo legte erst um 20.30 Uhr in Genua an, Die Euroradler haben den Abendzug ab Genua um 21.19 Uhr erreicht. Sie fahren über Voghera (22.06/22.27 Uhr) nach Bologna (0.54/1.23 Uhr) und weiter nach München, wo sie um 8.30 Uhr ankommen sollen. Dann geht es um 8.56 Uhr weiter nach Frankfurt. Dort ist die Ankunft um 12.05 Uhr geplant, bevor es mit der S-Bahn um 12.17 Uhr weiter nach Bischofsheim geht. Sollten alle Verbindungen gut gehen“, sind die Euroradler um 12.46 am Bahnhof in Bischofsheim.

Unser Schiff fährt Richtung Genua. Beim Frühstück sind wir noch optimistisch, dass die Schiffsreise bei herrlichem Wetter zu einem entspannenden Erlebnis wird. Da stört uns auch die Preisgestaltung wenig. Jedes Brötchen, jedes Päckchen Marmelade oder Butter, jede Tasse Kaffee – und die Milch extra – wird berechnet. Nun gut, wir sind von den Fähren der Nord- und Ostsee andere Kalkulationen gewohnt. Dann aber der „Schock“. Unsere Fähre soll erst um 20 Uhr in Genua ankommen. Am späten Vormittag wird die Ankunftszeit auf 19.30 korrigiert. Das hilft uns aber auch nicht, denn unser Zug in Genua fährt um 19.19 Uhr ab. Was tun? Die Informationslage an Bord ist dürftig. An der Auskunftstheke verweist man uns auf spätere Züge – aber wann? Verbindungen per Handy oder Internet sind auf See nicht möglich. Erst als wir am Nachmittag Elba passieren gelingt es eine Alternative ausfindig zu machen: 20.19 ab Genua, 22.15 ab Milano, 1.01 ab Verona, 6.50 ab München …… na ja, dann wären wir so gegen 11 Uhr in Bischofsheim. Wir versuchen den ganzen Nachmittag über eine bessere Verbindung zu finden: vergebens. Bernd übernimmt die Bahnkarten und damit die Verantwortung für die zwölf Bahnfahrer, die sich am Samstag Abend auf den Weg machen.
Auch für unseren Bus ist die späte Ankunftszeit natürlich ärgerlich. Drei Stunden bis in die Schweiz, dann ist es fast Mitternacht, ein paar Stunden Schlaf und dann weiter nach Hause. Zwischenzeitlich freuen wir uns über eine Nachricht von Stephan und Jörg, die zwar mit 90 Minuten Verspätung in Palermo abgeflogen, aber gut in Bischofsheim und Oppenheim gelandet sind.
Die Laune lassen wir uns aber von der Verspätung nicht verderben. Wir genießen noch einen Cappucino – was sind schon vier Stunden Verspätung bei 24 Tagen. Eines zeigt sich aber wieder einmal. Radtouren können wir planen – bei „öffentlichen“ Verkehrsmitteln können wir nie ganz sicher sein.

8. Juni 2007
von Thomas Will
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Tag 24: Tschüs – Stephan, Jörg und Sizilien

Hoch über den Dächern von Palermo begann der letzte Tag auf der Insel mit einem unvergesslichen Frühstück. Ein leichter Wind, Sonne am Horizont und ein Blick über die erwachende Stadt bleiben unvergesslich. Nach einem kleinen Müsli, zwei Cafe Latte und frischen Brötchen mit Schinken, Käse, Salami und Marmelade hat uns die Hektik der Großstadt sofort wieder im Griff. Es heißt: Koffer packen und im Bus verstauen. Das ist aber nicht so einfach. Was wird auf der Fähre benötigt, was im Zug und was kann bis Bischofsheim eingepackt bleiben. Klaus „Maria“ hat damit und mit dem Parkplatz so seine Probleme und kommt erst 20 Minuten nach dem vereinbarten Termin. Sei’s drum. Um kurz nach 9 Uhr startet unsere Stadtführung. Mit Maurizio (Rotolo) haben wir einen richtigen Glücksgriff gemacht. Die Märkte der Altstadt bringt er uns ebenso näher wie den Dom oder die Oper. Das ist es aber nicht alleine, was einen guten Stadtführer ausmacht. Maurizio versteht es uns „sein“ Sizilien und „sein“ Palermo nähet zu bringen. Er kennt Hintergrunde, politische und wirtschaftliche Zusammenhänge, betrachtet die soziale Seite und findet so schnell einen Draht zu uns. Die vier gemeinsamen Stunden vergehen wie im Flug. Dazwischen schnell einen Kaffee, dann ein kleiner Mittagsimbiss und am Nachmittag steht für die meisten Euroradler Monreale auf dem Programmzettel. Mit einem Wort: beeindruckend – aber es zeigt auch auf, welche Gegensätze es schon damals gab: hier unermesslicher Reichtum – dort bittere Armut; ein Gegensatz der für die Region Palermo heute noch gilt. Den Nachmittag verbringen wir „individuell“, verabschieden Jörg und Stephan, die sich per Flugzeug gegen 22 Uhr auf den Weg via Köln nach Bischofsheim machen und warten am Fährhafen auf unser Schiff, das uns in der kommenden Nacht und am Samstag nach Genua bringen soll. Erst kam es mit einer Stunde Verspätung an, dann dauerte es sehr lange bis alle Lastwagen von Bord waren. Wir genossen in dieser Zeit unser Abendessen. Nur Gerhard mußte länger warten, bis unser Bus an der richtigen Stelle stand. Aber auch er wurde noch vor Mitternacht satt. Dann war es endlich soweit. Kurz nach 23 Uhr legte die Majestic ab. Mal sehen, ob sie es bis um 18 Uhr nach Genua schafft.