26. Mai 2007
von Thomas Will
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Tag 11: Gerhard, Uwe und Bernd sind da – die Taschen sind weg

Das Frühstück vermittelte noch einmal einen Hauch von Urlaub. Im Garten unserer Pension in Castiglione, bei einer Tasse Kaffee und einem „süßen Stückchen“ genossen wir die Ruhe, hoch über dem See. Dann ging es los. Zwanzig Kilometer entlang der Uferstraße ließen schnell die Hoffnung auf eine frühe Ankunft aufkommen. Die ersten Steigungen entlockten uns nur ein Lächeln, noch mal Bananen einkaufen, aber dann ging es los. Steigungen bis zu 17 Prozent und dann das „Chaos rund um Todi“. Karl hatte gemeint die Autobahn nehmen zu müssen und wurde von zwei freundlichen Polizisten zurück geleitet. Die „Abkürzung“ Richtung Terni war keine, sondern ein staubiger Feldweg. Joachim riss zwei Mal die Kette und uns lief die Zeit davon. Dafür entschädigten der Ausblick und die traumhaften Bilder und immer wieder die freundlichen Menschen am Straßenrad. In Terni dann ein besonders freundliches „hupen“. Unser Bus war da. Gerhard, Uwe und Bernd brachten nicht nur frische Wäsche sondern mit Bernd und Uwe auch zwei neune Fahrer, die ab Sonntag mit radeln werden. Dafür steigt Peter aus, schade. Mal sehen, was der Bus noch so bringt. Die Chance „Gepäck abzuwerfen“ haben am ersten Nachmittag für die letzten 40 Kilometer gleich zwei „Euroradler“ genutzt (natürlich werden die Namen nicht genannt). Wir erlebten dafür aber – nach Staub in Umbrien und Feierabendverkehr in Terni eine schöne Fahrt bis Rieti, wenig Verkehr entlang der Bahnstrecke und – nachdem wir den Talkessel überwunden hatten – keine Steigungen mehr. Jetzt auf der Terrasse unseres Hotels haben wir uns die letzten beiden Stunden des Tages wirklich verdient.

25. Mai 2007
von Thomas Will
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Tag 10: Abschied von Willi und der Toscana

Franca, unsere Wirtin im Ristorante „La Tavernetta“, lebte viele Jahre in Franken und so kam es, dass wir uns beim Abendessen in Pontassieve schnell darauf verständigten uns von ihr auch das Frühstück machen zu lassen. Gestärkt mit Schinken und Käse ging es los und nach einer knappen halben Stunde waren unsere frisch gewaschenen Trikots (Dank an „Leonardos Rooms“) schon wieder nass. Die Hügel der Toscana haben es in sich. Und so zog sich der Vormittag auch dahin, ohne dass wir richtig Kilometer machen konnten. Bananen hier, eine Birne dort, Wasser nachfassen, „Entsorgungsstopp“, Beine mit Sonnenmilch eincremen, Trinkflasche verloren, falsch abgebogen – unser „Besenmann“ Jürgen war schier am verzweifeln, doch es sollte besser werden. Nach einem kleinen Stadtbummel in Arezzo rollte es richtig gut. Die Hügel der Toscana waren der Hochebene Umbriens gewichen und auch einer unserer Radler, Willi musste nach Hause. „Ausgewechselt kurz vor der Halbzeit“ verabschiedete er sich in Arezzo um mit der Bahn zurück nach Deutschland zu fahren. Wir hatten noch 45 Kilometer vor uns und erreichten gegen 18 Uhr Castiglione del lago. Ein richtig schönes „B & B“ hoch in der historischen Innenstadt. Und vor dem Abendessen in einem typischen Gewölbe klingelt das Handy. Bernd ist dran. Mit Gerhard und Uwe sitzt er gerade „bei einem Bierchen“ in Reggio Emilia. Mit dem Bus und dem 4,10 Meter langen Anhänger sind sie gut durchgekommen. Wenn alles gut geht, dann treffen wir uns in 24 Stunden in Rieti.

24. Mai 2007
von Thomas Will
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Tag 9: Wasserträger und das Knie von Gabriele

Eigentlich begann der heutige Tag bereits gestern Abend. Beim Abendessen im ausgesprochen guten Ristorante „Le Fragole“ wurden wir Fernsehzeugen des Europapokalsieges von Milano. Unser Wirt Luca, ein ausgesprochener Fußballfan meisterte das Essen und das Spiel auf seine Weise – bis hin zum Abschlussgrappa. Natürlich wurde die Nacht etwas laut, aber das tat der Stimmung am heutigen Tag keinen Abbruch. Wir organisierten unser Frühstück selbst, freuten uns, dass alle Räder noch da waren und vergaßen dabei ganz den Fotostopp in der Stadt. Natürlich bekommt Horst seine drei Postkarten. Dann ging es raus aus der Stadt und gleich richtig hoch. Erst spät bemerkten wir, dass nicht alle Wasserflaschen gefüllt waren. Stephan zeigte, dass es den „Wasserträger“ auch bei den Euroradlern geben kann und versorgte uns im Anstieg mit dem kühlen Nass. 1.417 Höhenmeter waren zu fahren. Ein kleiner Mittagsimbiss auf der Passhöhe und der Nachmittag machte keine Probleme. Nur Gabrieles Knie machte Bekanntschaft mit der Straße. Eine kleine Unachtsamkeit und schon war es passiert. Ein dicker Schleimbeutel, dank Jochen schnell mit Eis gekühlt, sollte ihr bei der Weiterfahrt keine Schwierigkeiten bereiten. Horst richtete die Radtaschen, Karl hatte zwischenzeitlich ein kleines Cafe ausfindig gemacht und so erreichten wir – nach einem erneut sonnigen Tag „Leonardos Rooms“. Wieder wurden die Zimmerformationen neu gemischt; für Willi zum letzten Mal, er muss uns morgen in Arezzo verlassen.