23. Mai 2007
von Thomas Will
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Tag 8: Hitzestau am Po

Eindeutig „heiß“ war der heutige Tag. Temperaturen von bis zu 34°C im Schatten machten uns bei der Durchquerung der Poebene zu schaffen. Bereits um 8 Uhr starteten wir in unserem Domhotel und gewannen schnell an Kilometern. Genauso schnell stieg aber die Temperatur. Ein kurzer „Halt“ nach 50 Kilometer zum „Getränke bunkern“ und weiter ging es. Das Wasser in der Getränkeflasche hatte nach wenigen Minuten seine Kühle eingebüßt und an unseren Beinen und Armen bildeten sich trotz „guter Schmierung“ erste Hitzepickel. Zu Mittag ein paar Nudeln und dann ging es weiter. Die Stadteinfahrt in Bologna war ein weiterer Grund in Zukunft Großstädte zu meiden wenn fast alle Autofahrer „freundlich“ hupen und uns anfeuern. Dies nicht wegen des Platten von Willi, sondern natürlich wegen des Verkehrs. Die Pension „Baroni“ in der Innenstadt empfing uns sehr freundlich, auch wenn es bei der Zimmerverteilung mal wieder das Chaos vergangener Jahre gab. Weniger gut unser Fahrradunterstellplatz – in der benachbarten Garage. Dort wollte man „richtig“ Geld und obwohl unsere Räder nur zwei Parkplätze belegen wurde für vier kassiert. Nach einer Dusche und der Zusage unsere Trikots zu waschen relativiert sich auch dies.

22. Mai 2007
von Thomas Will
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Tag 7: Der breite Rücken von Jürgen und viele, viele, viele Autos

Edolo verabschiedet uns mit einem typisch italienischen Frühstück. Genau die richtige Unterlage für die ersten 50 Kilometer, denn es geht fast nur bergab. Nach zwei Stunden haben wir schon fünfzig Kilometer hinter uns – aber jetzt suchen wir nach einer Stärkung. Peter bemerkte es als erster – mit der Frage nach einem Kaffee, Walter wollte nur einmal fünf Minuten raus und Karl am liebsten weiter fahren. Aus dem kurzen „Halt“ wurden vierzig Minuten. Gabriele deckte sich mit Obst „statt“ ein – und dann ging es weiter. Auf fast der ganzen Strecke hinunter in die Poebene: Autos, Autos, Autos. Kaum eine Minute zum verschnaufen. Höchste Konzentration war gefordert, auch weil es immer schwüler wurde. Da tat die Mittagsrast in einem kleinen Ristorante, genau am Seeufer, sehr gut. Nudeln mit Lachs, Muscheln, Krabben – und eine fantastische Sauce – dann konnte es weiter gehen. Genau wie am Vormittag setzte sich Jürgen in den Wind (am Abend bis Cremona war er gut 150 der 156 Tageskilometer in der Frontposition gefahren. Dort nahm er mir den Wind, musste meine Launen beim navigieren aushalten und immer das Gefühl für das richtige Tempo finden. Heute Abend bekommt er dafür ein großes Bier.). Der Nachmittag ist schnell erzählt: Verkehr, Wind und Staub, ein Zwischenkaffee in San Paolo und um 18.30 Uhr die Ankunft in unserem Hotel, direkt am Dom.

21. Mai 2007
von Thomas Will
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Tag 6: Albula, Bernina, Aprica

Wir sind etwas früher wach, als an den Vortagen. Ob es an der guten Bergluft, der Vorfreunde auf das Frühstück oder unsere Nacht im 10-Bettzimmer liegt, ist eigentlich gleich. Ein herrlicher Bergmorgen liegt vor uns. Wir stärken uns bei Milchkaffee, Käse, Wurst und Marmelade, ziehen uns ein wenig wärmer an als sonst und verabschieden uns herzlich. Es hat fast den Eindruck, als ob die beiden Söhne unserer Gastwirtsfamilie mitfahren wollen – und dann geht es los. Wir sollen auf die Murmeltiere aufpassen – und tatsächlich sie queren an diesem Morgen unsere Straße jenseits der 2.000 Meter Grenze. Schnell hat uns der hektische Verkehrsalltag im Engadin wieder. Über Pontresina (herzlichen Dank den netten Mitarbeiterinnen im Fremdenverkehrsamt, die uns den gestrigen Post einstellen lassen) geht es hoch zum Bernina. Nicht ganz so schweißtreibend wie der Albula, dafür aber auch nicht ganz so schön. Und dann geht es nur noch abwärts. Zuerst bis in das italienische Tirano und dann mit unserer Kondition, als wir in der Sonne des Nachmittags noch einmal 750 Höhenmeter nach „oben“ müssen. Aprica heißt das Skigebiet auf fast 1.200 Meter. Nur ein Kaffee gibt uns die Kraft für die letzte Abfahrt des Tages – hinunter nach Edolo. Dort sind wir wieder geschrumpft. „Locke“ hat uns in Tirano verlassen und fährt mit dem Zug zurück.
Und eines muss doch noch angemerkt werden: Wir waren schon in vielen Hotels, Pensionen, Berghütten ……. – die Freundlichkeit auf dem Albula war einfach Spitze. Eine Nacht hier oben zählt zu den ganz besonderen Erlebnissen. Mal sehen welche Euroradler irgendwann zurück zum Albula kommen.