3. Juni 2013
von Thomas Will
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Tag 5 – Wind, Brokdorf und das übliche Zimmerchaos

 Bild Rad Tag 5

Was wären wir ohne unser Abendessen. Auch in der „Linde“ war es einmal mehr vorzüglich. Wir hatten die „Juniempfehlung“ und lagen damit vollkommen richtig. Man kann nur jedem Radler raten dort einmal vorbei zu fahren. Das gilt auch für das „Garni Radler“ und die tolle Unterstützung und das klasse Frühstück. Das musste auch sein, denn wieder hieß es „gegen den Wind“. Nicht ganz so eklig und fies wie am Vortag, aber immer unangenehm von vorn oder von der Seite (und von vorn). Trotzdem ging es gut voran. Joachim kämpfte gegen den Wind, Willi hatte sich auf die Besenposition zurückgezogen und wir waren pünktlich um 13 Uhr in Wischhafen.

 ME Tag 5

Direkt an der Elbfähre füllten wir unsere Speicher auf. „Backfisch mit Kartoffelsalat“- dem Bischemer kam dabei sofort „Nothnagel“ und „Freitag“ in den Sinn, nur Walter konnte damit nichts anfangen – er gab einer Krakauer Bratwurst den Vorzug. Auf der anderen Seite der Elbe wurde es auch nicht besser. Der Deich gab nur wenig Schutz. Die Schafe störten sich an uns wenig – dafür kamen uns die „Störungen“ rund um das Atomkraftwerk Brokdorf in den Sinn. Ein Stück deutscher Geschichte – heute eine Ruine hinter Wassergraben und Stacheldraht. Nach 128 Kilometern hatten wir es geschafft. Wir waren an der „Jägersburg“ und mussten unsere Zweierschlafgruppen teilweise auflösen. „Drei Mann in einem Raum“ war angesagt – und nach kurzen Chaos (aber das kennen wir ja schon) war alles kein Problem mehr. Auch das zweite Bett (also die Luftmatratze) aus Petras Zimmer war verschwunden – und das mit dem Bad und dem Zimmerschlüssel sollte auch zu lösen sein. Toll aber auch hier, wie schnell und freundlich man auf unsere „Chaostruppe“ reagierte.

Tabelle Tag 5

3. Juni 2013
von Axel Kretschmer
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Tag 5 (morgens) – Euroradler beim Start in Zeven

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Das war’s nun also für mich … ich musste nun endgültig allen beim Weiterfahren zusehen ..

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Thomas war für die Fotosequenz beim Start leider einfach zu schnell … (aber wenn ich wieder daheim bin, gibts hier den Start als Videosequenz – dann mit Allen …)

Da  Zeven ja nun mein wirklich geplanter Ausstiegspunkt bei der Tour ist, musste ich (und Dagi)  nun wirklich endgültig „Tschüss und machts gut“ zu den Islandradlern sagen …

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Also macht’s gut liebe Islandradler – ich wünsche es euch natürlich noch etwas wämer und sonniger als bisher – und Wind natürlich nur noch! von hinten – sowie nur noch ganz harmlose Steigungen….

ALLEN also weiterhin eine TOLLE TOUR  … – und Petra – mit dieser TOLLEN TRUPPE schaffst du das – Bestimmt!!!!!

In diesem Sinne – Gruß an ALLE!!!!!!!

Axel + Dagmar

2. Juni 2013
von Thomas Will
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Tag 4 – Wind und Frauensolidarität in Niedersachsen

 

AUf dem Rad

Die Geschichte des vierten Tages beginnt genau genommen schon am Vorabend. Die Grillplatten in der Post erinnerten ein wenig an Bosnien-Herzegowina vor zwei Jahren. Auch diesmal mussten wir vor der Fleischmenge die Segel streichen. Aber vielleicht hat man in der „Post“ ja gewusst, was uns am nächsten Tag erwarten sollte. Petra nutzte die Gunst des Tages und entledigte sich ihrer Satteltaschen im Kofferraum von Dagmars Kombi, die uns an diesem Tag mit Axel im Auto begleitete. Dort (im Kofferraum) lag ja auch schon das defekte Rad von Axel. Wir radelten (noch) fröhlich aus Stolzenau heraus und dann war er auch schon da –unser heutiger Begleiter: der Wind. Stramm aus Nord und West – jeder Tritt tat weh, Willi und Joachim strampelten unbeirrt im Wind und nur der langsam blau werdende Himmel lockerte die Stimmung in der Truppe ein wenig auf. Vier bis fünf Kilometer mehr in der Stunde wären normal gewesen – aber es ging einfach nicht. Die Blicke auf die Weserauen zeigten eindringlich auf, wie viel es in den vergangenen Tagen geregnet hatte. Viele Radwege waren gesperrt. Nach 65 Kilometern mussten wir etwa essen. Der zweite Versuch war erfolgreich. In der Pizzeria „Bellini“ in Cluverhagen kamen 10 Pizzen wie am Fließband, wir teilten brüderlich (und schwesterlich) und waren nach 45 Minuten wieder auf dem Fahrrad. Der Wind und wir wurden an diesem Tag keine Freunde mehr. Aber letztlich haben wir ihn geschafft.

Bild Milchhaus

Joachim hatte in Natrum im „Milchhus“ unseren Nachmittagskaffee organisiert und der selbstgebackene Kuchen schmeckte so gut, dass wir uns zwei Stück schmecken ließen. Noch schnell ein Erinnerungsbild (mit Folgen – die aber Dank Roland nur ein paar Schrammen waren) und ab nach Zewen. Wo sollten wir dort anders nächtigen, als im Landhaus „Radler“. Vielleicht stellt heute Nacht ja jemand den großen kalten Föhn ab.

Tabelle Tag 4