14. Mai 2015
von Thomas Will
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Der siebzehnte Kaffee und der erste Platten

2. Tag, Donnerstag, 14. Mai 2015 – Mothern – Biesheim

IMG_4230Wir hatten eine ruhige Nacht. Nach dem Frühstart am Mittwoch sehnten sich abends fast alle nach ihren Betten. Das Abendessen zuvor war Genuss pur – Schneckenpfännchen mit Sauerkraut, Rinderfiletspitzen und natürlich ein unwiderstehlicher Dessertteller. Dazwischen Käse und als besondere Überraschung: wir bekamen unsere Trikots gewaschen. So ging es dann am „Vatertag“ auf eine Flachetappe parallel zum Rhein. Schon um ½ 12 waren wir in Straßburg. Auf den letzten Kilometern vor der Stadt nervten die Ampeln und im Zentrum die „Touris“. Denen dürfte es aber mit uns genauso ergangen sein. Das obligatorische Bild vor dem Münster – und dann nichts wie weg. In Plobsheim gönnten wir uns bei Kilometer 70 den ersten Elsässer Flammkuchen – klassisch natürlich.
IMG_4234In der Mühle hatte man ein Herz für Radfahrer: 17 Flammkuchen bestellt und gegessen – aber nur 15 auf der Rechnung. Da kommt man gerne wieder. Es lief parallel zum Rhein. Die größten Steigungen waren die kleinen Brücken auf der D 468 und eigentlich hätten wir schon gegen 3 Uhr beim Nachmittagskaffee sitzen können. Dann ein Schrei von hinten: Jupp war platt. Gestern sein Handy (das seit heute wieder geht), heute sein Rad, besser: der Schlauch im Mantel. Die Reparatur dauerte länger als gewohnt (warum muss Nico auch gerade jetzt in Holland seinen Geburtstag feiern), aber dann rollte es wieder. Jupp hat zwar keinen Dynamo mehr – aber den wird er (hoffentlich) bis Sete nicht benötigen. Die kleinen Orte in Richtung Marckolsheim wirkten an diesem Feiertag wie ausgestorben und auch das Cafe, zu dem Adi und führen wollte hatte geschlossen. Dann aber doch: kurz vor Kunheim wurden wir fündig. Direkt am Kanal, herrlich: aber was mussten wir erleben: eine geschlossene Gesellschaft: Kommunion. Wir schafften es: einen Kaffee für jeden und zwölf Stück Kuchen – zum teilen. Der Kaffee kam einzeln. 16 mal zischte die Maschine, beim 17ten gab sie ihren Geist auf. Klar, wen es erwischte. Alles Zureden half nicht. Also Neustart; und siehe da: ich bekam meinen Kaffee to go und dann konnte es weiter gehen. In Biesheim wurden wir schon erwartet. Schnell waren die Räder in der Garage verstaut – mit uns sollte es ein wenig schwieriger werden. Das Doppelbett mit 1,40 Metern in der Breite ging beim besten Willen nicht für jedes Radfahrpärchen – und so musste improvisiert und getauscht werden. Gerhard und Gerhard schlafen im Nachbarhaus – mit Gepäcktransfer versteht sich. Das lockerte bei beiden dann auch wieder die Gesichtszüge. Dafür haben sie sogar ein Einzelzimmer. Jeder natürlich. Ach ja: Roland ist da – heute Abend sind wir 18.

126,8 Kilometer, 20,1 km Durchschnitt, 35,1 km im Maximum, 6.17 Stunden, 138 Höhenmeter, 207 Meter am höchsten Punkt, 2.187 Kalorien

13. Mai 2015
von Thomas Will
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Von der Baustelle nach Frankreich

Startbild1. Tag, Mittwoch, 13. Mai 2015 – Bischofsheim – Mothern

Nein, es ist keine Flucht, eher ein wenig schlechtes Gewissen. Vier Wochen – bis an den Rand der Sahara – und danach wird bei mir zu Hause vieles ganz anders sein. Unsere energetische Sanierung geht weiter. Carmen und Fabian haben den Hut auf – ich lese zumindest die bebilderten Mails unserer Energieberaterin und bin in Gedanken dabei. Bei empfindlicher Kälte geht es los. Rheinbrücke, Bodenheim, Köngernheim – irgendwie kommen uns die Orte bekannt vor. Aber es ist keine abendliche Einrolltour, wir starten wirklich nach Marokko. Nach knapp 50 Kilometern der erste Halt – Frühstück um ½ 9 im Cafe Sommer in Flörsheim-Dahlsheim. Super nette Bedienung, tolle Brötchen und so geht es gestärkt von Rheinhessen zur Weinstrasse.  Jetzt scheint die Sonne richtig.
Auf der StreckeEs läuft. Adi meistens vorne und Rudi als „Eurobesen“ hinten, so bleibt die Truppe zusammen. Ein paar Kilometer Schotter – Jupp legt sich hin – aber ausser seinem Handy nimmt nichts Schaden. Mittagsrast im Hubertushof bei Hassloch. Jetzt kommt Dietrich zu uns, er war schon am Vortag losgeradelt, um unterwegs noch einen alten Schulfreund zu besuchen. Nach 125 Kilometern Pause im Cafe „Nostalgie“. Filterkaffee aus Sammeltassen – irgendwie letztes Jahrhundert – aber irgendwie heimelig. Der Kuchen ist eine Wucht. Wir verpassen den richtigen Abzweig bei der Ortsausfahrt – aber kein Problem. Es rollt. Um kurz nach 5 Uhr sind wir schon in Frankreich, eine halbe Stunde später im Hotel in Mothern. Unsere Räder parken sicher in der Garage, wir freuen uns auf das Abendessen – aber zuerst noch Mails lesen: was gibt es neues auf der Baustelle.

154,0 Kilometer, 8.04 Stunden, 19,0 km im Schnitt, 782 Höhenmeter,  231 Meter am höchsten Punkt, 48,3 km maximal, 2673 Kalorien

 

9. Mai 2015
von Jochen Frickel
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Frankreich und Marokko – bald geht es los!

Liebe Freunde und Sympathisanten der EuroRadler,

auch in diesem Jahr könnt ihr wieder hautnah dabei sein, wenn es vom 13. Mai bis zum 13. Juni heißt: Die EuroRadler sind „on Tour“!

Maroc02

Wie schon in den vergangenen Jahren wird Thomas Will jeden Abend an dieser Stelle tagesaktuell und mit vielen Fotos von den einzelnen Etappen berichten. So können alle Daheimgebliebenen diese besondere Reise, die zum ersten Mal in ein Land außerhalb Europas führt, Tag für Tag verfolgen. Ganz besonders freuen sich die Radler natürlich über liebe Grüße, gute Wünsche und motivierende Unterstützung aus der Heimat, die jeder Besucher dieser Website im Kommentarformular am Ende der Berichte hinterlassen kann.

Wer schon vorher wissen möchte, was an einem bestimmten Tag auf dem Programm steht, hat die Möglichkeit,

  • im Roadbook für die diesjährige Tour zu blättern, oder
  • die jeweiligen Tagesetappen auf der Landkarte zu sehen

Vielen Dank für eure Unterstützung – bis bald!